Nachdem ich nach den Pruefungen Anfang Februar bereits ca. einen Monat auf meine Einreiseerlaubnis wartete (normalerweise dauert so was 2 Wochen, hat sich aber alles verzoegert, da hier Chinese New Year war) und mein Praktikum 5 Tage vor dem eigentlichen Beginn nochmal um eine Woche verlegt wurde, weil das Visum noch nicht da war, (dass sich ein Student vielleicht auch mal etwas laengerfristig nach Billig-Fluegen umschaun moechte, daran denken die natuerlich nicht, schon klar, wenn die hier selber immer schoen die Business-Class Fluege 2 Tage vorher buchen, kann man auch mal davon ausgehn dass das jeder so macht... aber gut, ist ein anderes Thema, ich schweife ab) ... auf jeden Fall bekam ich dann doch noch gruenes Licht fuer meine Einreise und dachte mir eigentlich das Kapitel "Work Permit" sei gluecklicherweise endlich abgeschlossen. Ich dachte falsch...
Waehrend der zweiten Woche bekam ich von der HR Dame von WincorNixdorf Hildegard Meier (Name sicherheitshalber von der Red. geaendert) einen Schwung von Papieren in die Hand mit der Anweisung ich moege doch am Samstag vormittag (haben leider nur bis 12 auf) zum "Work Permit Service Center" fahren und meine Work permit beantragen... (ich dachte eigentlich die haette ich schon :)
Hab mir also am Freitag noch brav den Weg rausgesucht, erst MRT (U-Bahn), dann Umsteigen, Bus, ... die Sache muesste eigentlich laufen! Sie lief auch...
...und zwar bis zu dem Punkt als ich mir uebermotiviert den Wecker bzw das HANDY auf halb 10 stellte.
Handy, das, -s, engl: mobile phone, franz: portable
Vorteil: mobil immer erreichbar, integrierte Kamera, Musik Player, ...
Nachteil: Strahlung, KEINE SNOOZE-TASTE
Dieser Nachteil wurde mir aber auch erst an besagtem Samstag um 11:04 Uhr bewusst! :)
Tja, nun musste es schnell gehn... T-shirt, kurze Hose, FlipFlops an und raus. Auf dem Weg zur U-Bahn Station erlaubte ich es mir mal abzuschaetzen (ohne die genauen Entfernungen zu kennen), dass ich es wohl mit den normalen oeffentlichen Transportmitteln nicht mehr schaffen wuerde und hab mir ein Taxi besorgt (folglich ein abnormales oeffentliches Transportmittel).
Unter sich ein Taxi besorgen versteht man in Singapore (und auch in anderen asiatischen Staedten) sich an den Strassenrand stellen und den Arm heben. Sache von 30 Sekunden...
Bin dann tatsaechlich noch puenktlich um 11:53 Uhr in diese Behoerde da rein und hab eine Nummer gezogen. (eine weitere Lieblingsbeschaeftigung der Asiaten ist das Queueing, das "Sich Anstellen", sobald die Freunde hier eine Schlange sehen, stellen sie sich hinten an, ganz egal was es vorne gibt!)
Als dann nach 13:00 Uhr meine Nummer angezeigt wurde gings eigentlich relativ schnell. Der Schalterbeamte, ein ca. 60 jaehriger Herr, der diesen Job schon geschaetzte 70 Jahre macht, hat mit all seiner Routine meine Dokumente durchgeschaut, mich mit dem Foto verglichen, mich gefragt was ich hier so mache ("ja, das wuesste ich auch gern") und von mir Fingerabdruecke genommen!
Hierbei war ich dem Kollegen anscheinend nicht locker genug, weshalb er mir ein sachliches "RELAX!" zukommen liess als der Sensor unter meinem Daumen durchlief. Ich, mich gerade an Rambo I erinnernd, was da passierte als man Fingerabdruecke nehmen wollte, entschied mich dann aber doch dagegen, die ganze Bude auseinander zunehmen und relaxte... ganz klassisch! :)
Sonntag, 1. April 2007
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1 Kommentar:
Yeah, scheene Gschicht. Lustiger als mancher Stromberg-Reißer!
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